2390. Sippung - Schwein gehabt!
In guter Tradition der Potsdamia fand die 8. Eisbeinatzung der Neuzeit statt, eine Tradition, die ihren Ursprung a.U. 120 hatte, vom Rt Ex-oriente am Jahre a.U. 150 wiederbelebt wurde und seit dieser Zeit jede Winterung fester Bestandteil der Poztupimischen Sippungsfolge ist.
Die Burg war randvoll gefüllt. Nicht nur die Sassen der Potsdamia, sondern auch einige Sassen der Berolina (2), der Lietzowia (175), der Moguntia (45), der Brunsviga (55), der Dresa Florentis (411), der Colonie Castellum Misena (428), der Lulutetia Parisiorum (385) sowie ein stattliches Fähnlein des h.R. Vimaria (85) hatten den Weg in die Wodanburg gefunden.
Im ersten Teil der Sippung fungierte Rt Kusen-Pien. Noch vor dem Abendlied wurde der Zinkenmeister des Abend, Rt Xyl-O-peer, mit der dritten Strophe des Wiegenfestliedes anlässlich des am Vortage gewesenen Wiegenfestes gehrt. Die fungierende Herrlichkeit versprühte zu Ehren des Wiegenfestlers sogar einen Duftstoss vom Thron - Uhu sei Dank nur mit einem handelsüblichen Raumspray.
Nun versuchte Rt Kusen-Pien den Anwesenden die bekannte und jährlich wiederholte Geschichte der Sauatzung nahezubringen, konnte jedoch kaum gegen den Lärm, den insbesondere die thüringischen Freunde nebst Tross verursachten, anreden. Somit fasste er sich kurz und ließ das Reych das Abendlied in einer speziellen Sauatz-Version singen.
Der Einritt erfolgte aus Platzgründen von diesen aus und die mitgebrachten Geschenke wurden vom Junker vom Dienst an den Thron gebracht. Neben Halorenkugeln und Quell fanden auch Wollsocken für den Thron gegen Eisbeine vom Rt CalAtor (85) und eine Flasche Sake (weil sich auf Eisbein nur Reiswein reime) vom Jk Fred-Erik (45) den Weg zum Thron.
Der Versuch des Fungierenden, ein weiteres Lied gemeinsam singen zu lassen, musste aufgrund des Hungers der Gäste abgebrochen und der erste Teil der Sippung für beendet erklärt werden.
In der Schmuspause wurden die tellerüberbordenden Schweinefüße serviert und von den Anwesenden bis auf die Knochen verspeist. Auch diejenigen, die kein Eisbein abbekommen oder sich bereits bei der Anmeldung dagegen entschieden hatten, mussten nicht darben, sondern genossen den als Alternative angebotenen Gulasch.
Nachdem das Klappern der Bestecke auf den Tellern verstummt und dieselben abgeräumt worden waren, wurde der zweite Teil der Sippung durch Rt Najut eröffnet. Um Disziplin und etwas Ruhe in die Sassenschaft zu bringen, wurde zunächst die Ballade gemeinsam gesungen.
Den Fechsungsreigen eröffnete die Burgfrau des Kn 158 mit einem wohlbekannten Vortrag über „eisige Beine“, der mit der Forderung der Sassenschaft nach einem Reychskuss seinen Höhepunkt fand. Als Franzose opferte sich Rt Austernfix (385) ohne schuldhaftes Zögern dafür und die Burgmaid des Jk Reinhard mahnte beim Thron den ihr zugesagten Schlaraffen als Burgherrn an. Der Junkermeister wies darauf hin, dass man den Rt Kus(s)en-Pien beim Reychskuss nicht vergessen dürfte, woraufhin der Fungierende seinem Ambtswahlwürdenbruder den Titul „Burgfrautröster der Potsdamia“ verlieh.
Nachdem sich der Herzschlag aller Anwesenden wieder etwas beruhigt hatte, trug Rt Tigillus (85) eine Fechsung vor, bei der er Mitleid mit den Schweinen zum Ausdruck brachte.
Rt Zeck (428) reagierte verspätet auf die vom Thron im ersten Teil geäußerte Enttäuschung ob der nicht mitgebrachten Geschenke für den Thron und dedizierte dem Fungierenden einen Lolli, den dieser auch prompt zu lutschen begann, sowie ein Überraschungsei, mit dem er Spiel, Spannung und etwas Süßes überbrachte. Anschließend fand er nach langem Suchen mit der Unterstützung der Junkertafel doch noch die direkt vor ihm liegende Fechsung über den „Schweinehund“ und trug diese vor.
Der Kn 154 berichtete über den Versuch, sich über „lieferschwein.de“ eine Atzung zu bestellen und seine damit verbundenen Schwierigkeiten, ein geeignetes Passwort zu finden.
Jk Fred-Erik (45) trug sein Epos „Abendrot, Abendrot, unsere liebe Sau ist tot“ vor.
Dann wurde es musikalisch, als Rt Pirouett „Gern hab ich die Frauen geküsst“ intonierte.
Rt CalAtor (85), der bei dem Lied kräftig mitgesungen hatte, folgte mit einer Fechsung über „Das saubere Schwein“.
Kn 158 entlockte seinem Seufzerholz wunderbare Klänge: zunächst „Nuage“ von Django Reinhardt und Stéphane Grappelli und im Anschluss noch „How deep is your love“ von den Bee Gees.
Den Abschluss bildete wiederum eine Frau, die Burgmaid des Jk Reinhard. Sie hatte das NAP zur Sippung gefechst und unter den Titel „Ersatz für die Lesung“ gestellt.
Es fehlten nur noch Minuten bis zur Mitternachtsstunde, als das Sippungsschlußlied erklang und ein fröhlicher Sippungsabend zu Ende ging.

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